Wie schnell ist ein Sprint tatsächlich – und welche physikalischen Prozesse wirken bei einem Wurf oder Aufprall? Mit diesen Fragestellungen haben sich 15 Jugendliche im Rahmen eines dreitägigen zdi-Kurses intensiv auseinandergesetzt.
Die Teilnehmenden analysierten typische Bewegungsabläufe aus dem Sport, führten eigene Messungen und Experimente durch und werteten ihre Ergebnisse mithilfe moderner Videoanalyse- und Trackingtools aus. Auf diese Weise konnten sie physikalische Zusammenhänge praxisnah nachvollziehen und vertiefen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Verbindung zwischen theoretischem Wissen und praktischer Anwendung: Die Jugendlichen erhielten anschauliche Einblicke in MINT-Berufe, in denen Analyse, Messung und Auswertung von Bewegungsdaten eine zentrale Rolle spielen. So wurde deutlich, wie vielfältig die beruflichen Einsatzmöglichkeiten im MINT-Bereich sind und wie eng diese mit alltäglichen Phänomenen – wie dem Sport – verknüpft sein können.
Der Kurs wurde im Rahmen der Initiative „Heimspiel Zukunft“ durchgeführt, einem Bündnis zur beruflichen Orientierung und Ausbildung zwischen dem Land NRW und den Fußball-Bundesligisten. Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit @bayer04fussball, auf dessen Trainingsgelände der Kurs stattfinden konnte.
Ein besonderer Dank gilt zudem den beiden zdi-Dozenten (Simon Höfting und Maximilian Krischer (beide Institut für Physikdidaktik, Uni Köln) und Tim Schnitzler (Bayer04), die es verstanden, sportliche Praxis mit physikalischem Fachwissen zu verbinden und den Teilnehmenden neue Perspektiven im MINT-Bereich aufzuzeigen.